URBANER HOFLADEN UND FEINE VEGGIEKÜCHE

Eine heldenhafte Geschichte ist die der Augsburger „Lokalhelden“ – wobei man eigentlich „Lokalheldin“ sagen sollten. Denn mit Crowd-Funding startete Mona Ridder vor vier Jahren ihr Bistro in den Räumen einer ehemaligen Pizzeria, die sie von Grund auf renovierte und pfiffiges Leben einhauchte. Fröhlich gehts ind der DIY-Idylle zu. Kleines Budget macht erfinderisch. Sogar die Lampen sind selbst kreiert. In der Küche jedoch herrscht Professionalität und Kreativität – eine gelungene Verbindung für Genuss.

Eine Bereicherung für Augsburgs schönes Bismarckviertel mit seinen Gründerzeithäusern sind die „Lokalhelden“ allemal. Fröhlich, jung, dabei höchst professionell, vegane und vegetarische Küche, aber ganz ohne erhobenen Zeigefinger. Mona Ridder sagt gerne „wir“ und „unser Team“, das findet sie schöner, obwohl es ihr Laden ist. Mit einer Freundin hatte die studierte Pädagogin und gelernte Köchin die Idee, einen Hofladen in der Stadt zu eröffnen. Vielleicht sollte es auch ein bisschen etwas zu essen geben. Ein paar Bistro-Tische, meint sie, waren schon angedacht. Dann machten sie sich auf die Suche und fanden die Räume in der Bismarckstraße 10. „Da war klar, dass wir das Konzept anpassen müssen“, zur Freude des gesunden Genusses. Jetzt findet man einen kleinen, netten Ladenbereich mit frischem Gemüse aus der Region, mit Basisprodukten aber auch mit ausgesuchten Delikatessen von regionalen Produzenten. Der größere Teil des Raums und die Tische draußen sind gutem Essen und Trinken vorbehalten. Mona kocht so konzentriert und kreativ, dass hier auch Fleischesser nichts vermissen. Sie schmeckt gekonnt ab, leiht aus Küchen mit vornehmlich vegetarischer Tradition Rezepte und baut sie regional um. Rote-Bete‑Hummus wird dann zum Beispiel daraus. Köstlich! Zu trinken gibt es Riedenburger Bio-Biere, Bioweine, hausgemachte frische Säfte, sogar Longdrinks bis hin zu „August“, dem Gin aus Augsburg.

Die leidenschaftliche Heldin Mona Ridder vor ihrem Lokal.